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Das neue Ausländer- und Grenzgesetz 2025 in Portugal

Das neue Ausländer- und Grenzgesetz 2025 in Portugal

Was Sie über die wichtigsten Einwanderungsreformen wissen müssen und wie sie sich auf Visuminhaber, Einwohner und Antragsteller auswirken können

Inhaltsverzeichnis

  1. Einleitung – Warum die Reform?
  2. Gesetzlicher Kontext und wichtige Daten
  3. Die wichtigsten Änderungen im Überblick
  4. Auswirkungen für Antragsteller und Einwohner
  5. Schritt-für-Schritt-Compliance-Tipps
  6. Was noch unklar oder offen ist
  7. Fazit
  8. Referenzen

1. Einleitung – Warum die Reform?

Im Jahr 2025 führte Portugal weitreichende Änderungen seines Einwanderungsgesetzes ein. Diese Reformen zielen darauf ab, die Sicherheit zu verbessern, die Migration zu steuern und sicherzustellen, dass nur Antragsteller mit legitimen Gründen und Ressourcen die Einreise oder den Aufenthalt erhalten.

2. Gesetzlicher Kontext und wichtige Daten

Die Änderungen des Gesetzes Nr. 23/2007 wurden im Juli 2025 genehmigt. Die Umsetzung ist im Gange, wobei einige Regeln bereits aktiv sind und andere auf die Regulierung durch die AIMA und unterstützende Agenturen warten.

3. Wichtige Änderungen im Überblick

3.1 Strafrechtliche Hintergrundprüfung vor der Einreise

Bewerber müssen ein Führungszeugnis aus allen Ländern vorlegen, in denen sie in den letzten fünf Jahren gelebt haben. Schwere Verurteilungen führen automatisch zur Ablehnung.

3.2 Einkommens- und Lebensunterhaltsanforderungen

Antragsteller müssen ihre Selbstständigkeit nachweisen. Als Nachweis können Verträge, Kontoauszüge oder Unterstützungsschreiben dienen. Das monatliche Mindesteinkommen entspricht dem nationalen Mindestlohn (760 €+).

3.3 Nachweis einer geeigneten Unterkunft

Visumantragsteller müssen einen Mietvertrag oder eine beglaubigte Gastfreundschaftserklärung vorlegen. Um Betrug zu verhindern, überprüfen die Behörden nun den tatsächlichen Wohnsitz.

3.4 Beschränkungen der Verwendung öffentlicher Subventionen

Einwohner, die 12 Monate in Folge keine Beiträge zur Sozialversicherung oder zum IRS leisten, riskieren eine Nichtverlängerung. Leistungsmissbrauch wird durch behördenübergreifende Datenprüfungen erkannt.

3.5 Soziale und bürgerschaftliche Integration

In manchen Fällen müssen die Bewohner Integrationsbemühungen nachweisen: Portugiesischunterricht, Einschulung des Kindes oder Arbeitsprogramme.

3.6 Ausweisungen und Wiedereinreiseverbote

Eine Ausweisung kann erfolgen, wenn Personen schwere Straftaten begehen oder falsche Dokumente verwenden. Die Wiedereinreise kann bis zu zehn Jahre lang untersagt sein.

3.7 Agenturkooperation

Agenturen wie AIMA, PJ, GNR und SIS geben jetzt Bewerberdaten in Echtzeit weiter, um Betrug oder Bedrohungen der nationalen Sicherheit zu erkennen.

4. Auswirkungen für Antragsteller und Einwohner

Antragsteller benötigen aussagekräftige Unterlagen. Die Verlängerung hängt von Einkommen, Beiträgen und Integrationsbemühungen ab. Gefälschte Dokumente oder die Abhängigkeit von öffentlichen Leistungen können zur Ablehnung führen.

5. Schritt-für-Schritt-Compliance-Tipps

  • Fordern Sie frühzeitig ein Führungszeugnis an.
  • Halten Sie einen detaillierten Einkommensnachweis bereit.
  • Sichern Sie sich eine echte, überprüfbare Adresse.
  • Zahlen Sie Beiträge an die Steuerbehörde und die Sozialversicherung.
  • Beteiligen Sie sich an portugiesischen Sprach- oder Bürgerprogrammen.
  • Vermeiden Sie Betrug (gefälschte Dokumente, Verträge, Ehen).
  • Bleiben Sie mit AIMA-Ankündigungen auf dem Laufenden.

6. Was noch unklar oder offen ist

Einige Regeln müssen noch umgesetzt werden. Es ist auch unklar, ob sich die Regeln zur Familienzusammenführung im Falle einer Verfassungsklage ändern werden. Überprüfen Sie stets die offiziellen AIMA-Updates.

 

7. Fazit

Das portugiesische Gesetz aus dem Jahr 2025 zielt auf eine strengere Kontrolle der Einwanderung ab. Es soll Antragstellern, die Wert, Stabilität und Integrationspotenzial mitbringen, den Vorzug geben. Personen ohne Einkommen, ohne Wohnung oder mit schwerwiegenden Vorstrafen kann die Einreise oder Verlängerung verweigert werden.

8. Referenzen